Der Einfluss der COVID-19-Pandemie auf die digitale Transformation des Gesundheitswesens - Teil 1
07.01.2021 07:51

Der Einfluss der COVID-19-Pandemie auf die digitale Transformation des Gesundheitswesens - Teil 1

Beschleunigung der digitalen Transformation

Ganze Belegschaften, welche plötzlich von zu Hause aus Arbeiten müssen. Studenten, die nicht mehr in den Vorlesungssaal dürfen. Einkaufen, wenn alle Geschäfte geschlossen sind. Digitale Lösungen waren wohl selten so stark und in so vielen Bereichen unseres Lebens gefragt, wie im Jahr 2020. Dies schliesst auch das Gesundheitswesen mit ein. Selbstverständlich findet die digitale Transformation des Gesundheitswesens nicht erst seit der COVID-19-Pandemie statt, wird durch diese jedoch stark beschleunigt, wie eine Studie von KPMG zeigt. Entscheidungen werden schneller getroffen und finanzielle Mittel rascher gesprochen. Ein Studienteilnehmer sagt dazu, dass die Arbeiten von zwei Jahren innert zwei Monaten erledigt worden sein1. Aussagen der KPMG-Studie werden beispielsweise auch von Alfred Angerer, Professor für Gesundheitsökonomie, bestätigt. Der Gesundheitsexperte findet, dass die Digitalisierung im Schweizer Gesundheitswesen bis vor kurzem noch im Schneckentempo voranging, aber nun alles schneller laufe2.

Digitale Transformation von allen Seiten gefordert

Aufgrund der Pandemie fordern immer mehr Patienten digitale Lösungen3. Auch in der Kommunikation zwischen den medizinischen Leistungserbringern werden digitale Technologien durch die Pandemie stärker gefragt und auch gefördert. So konnte zum Beispiel in der Kommunikation mit Labors das Fax grösstenteils durch ein einheitliches Datenaustauschformat ersetzt werden. Dieser Umstieg wurde zwar bereits vor Jahren angestossen, wird durch die Pandemie nun jedoch stark beschleunigt. Die digitale Transformation wird auch von politischer Seite gefördert. Mit der Strategie «Gesundheit 2030» will das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Digitalisierung im Gesundheitswesen angehen. Seit April 2020 wurde dafür eigens die Abteilung für Digitale Transformation neu geschaffen 4

Konsultationen per Video statt in der Arztpraxis

Die KPMG-Studie zeigt, dass durch die COVID-19-Pandemie vor allem die Telemedizin und Videokonsultationen an Bedeutung gewonnen haben5. Die steigende Nachfrage nach Lösungen für Videokonsultationen bemerkt man auch bei Medicosearch. Mit MedicoVideo bietet Medicosearch seinen Kunden ein eigenes Tool für Videokonsultationen an. Die Anzahl Konsultationen über MedicoVideo hat seit Beginn der Pandemie rapide zugenommen. Beat Burger, Gründer von Medicosearch, sagt, die COVID-19-Pandemie habe medizinische Leistungserbringer und Patienten dazu bewogen Berührungsängste mit Videokonsultationen zu verlieren. Die Nachfrage sei auch nach dem Lockdown im Frühling hoch geblieben. Er ist überzeugt, dass beide Seiten nun die Vorteile von Videokonsultationen erkannt haben und auch nach der Pandemie nicht mehr werden darauf verzichten wollen.

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